Black Box Test

Der Black Box Test zählt zu den dynamischen Testverfahren. Diese dienen dem Auffinden von Fehlerwirkungen durch Ausführen des Testobjekts auf einem Rechner.

Was ist ein Black Box Test?

Ein Black Box Verfahren ist ein spezifikationsorientiertes Testentwurfsverfahren.
Bei einem Black Box Test werden die Testfälle ausschließlich aus der Spezifikation des zu testenden Objekts abgeleitet, ohne dabei dessen innere Struktur, den Code, zu berücksichtigen (diese werden als Black Box behandelt). Es wird also nur das von außen sichtbare Verhalten des Testobjektes beobachtet.

Black Box Verfahren können in allen Teststufen zum Einsatz kommen. Beim Komponententest und Integrationstest ist aber ein Testrahmen (Test Bed) mit Stubs und Treibern notwendige um ein lauffähiges Testobjekt zur Verfügung zu haben.

Beobachtet wird das Verhalten des Testobjektes von außen. Der Point of Obersvation (PoO) liegt außerhalb des Testobjektes. Es ist keine Steuerung des Ablaufs des Testobjekts außer durch die entsprechende Wahl der Eingabetestdaten möglich. Auch der Point of Control (PoC) liegt außerhalb des Testobjekts.

Black Box Test

Ersteller: Lisa Wendland; Quelle: Software Testing Academy

Welche Ziele können mit einem Black Box Test erreicht werden?

Generell lässt sich die Korrektheit einer Software nicht mit Hilfe eines Tests nachweisen. Anstatt die Abwesenheit von Fehlern nachzuweisen, belegen Tests die mögliche Anwesenheit von Fehlern.

Im speziellen Fall des Black Box Tests handelt es sich um ein Verfahren, mit dessen Hilfe Testfälle mit hoher Fehlerwahrscheinlichkeit spezifiziert werden können. Dadurch werden Lücken in der eigenen Implementierung aufgedeckt und die Spezifikation auf Vollständigkeit geprüft.

Welche Nachteile hat ein Black Box Test?

Es ist relativ aufwändig Testfälle aus einer informalen Spezifikation abzuleiten und unter Umständen sogar unmöglich. Deshalb ist es in manchen Fällen unwirtschaftlich einen kompletten Black Box Test durchzuführen.

In anfänglichen Phasen des Softwareentwurfs erstellte Spezifikationen decken spätere Detailentscheidungen und Entscheidungen hinsichtlich der Implementation nicht ab. Folglich ist ein erfolgreicher Black Box Test keine Garantie für die Fehlerfreiheit der Software.

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Black Box Testverfahren – Welche Testarten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Black-Box-Testverfahren, im folgenden werden die fünf wichtigsten Arten der Black Box Verfahren aufgezählt:

  • Äquivalenzklassenbildung
  • Grenzwertanalyse
  • Entscheidungstabellen
  • Zustandsbasierte Verfahren
  • Anwendungsfallbasierte Verfahren

White Box Test

Im Gegensatz zu einem Black Box Verfahren, wird bei einem White Box Test auch das Innenleben, d.h. der Code, des Testobjektes berücksichtigt (die sogenannte White Box bzw. Glass Box). Der White Box Test zählt unter den dynamischen Testtechniken zu den am meisten angewendeten Methoden. Der White Box Test wird deshalb auch als strukturbasiertes oder strukturelles Testentwurfsverfahren bezeichnet. Hier finden Sie weitere Informationen zum White Box Test

Lernen Sie alle Testverfahren kennen

Neben dem Black Box Test zählen auch der White Box Test und das erfahrungsbasierte Testverfahren zu den dynamischen Testtechniken. Hier finden Sie weitere Informationen und Erläuterungen zu dynamischen und statischen Testtechniken und eine Übersicht der gängigsten Testing Methoden:

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